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Kultur - 31.10.2018

„Bohemian Rhapsody“: Queen-Film verschweigt Freddie Mercurys große Liebe

Heftige Kritik am Queen-Film „Bohemian Rhapsody“. Die britische Biografin Lesley-Ann Jones wirft den Machern vor, Freddie Mercurys größte Liebe zu verleugnen: Barbara Valentin.

Freddie Mercury und Barbara Valentin feiern 1984 in einem Münchner Lokal.

Optik, Gestik und selbst sein Duktus stimmen: Schauspieler Rami Malek verkörpert in „Bohemian Rhapdody“ Queen-Sänger

Freddie Mercury. Der Kinofilm, der am Mittwoch auch in Deutschland startet, wird von Kritikern hochgelobt. Vor allem Maleks Leistung beeindruckt. Doch eine ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden: die britische Mercury-Biografin Lesley-Ann Jones.

Jones‘ Vorwurf: Mit Barbara Valentin werde eine der wichtigsten Personen in Mercurys Leben in „Bohemian Rhapsody“ ausgespart. „Barbara Valentin war die Liebe seines Lebens. Die beiden hat so viel miteinander ­verbunden. Nicht nur freundschaftlich, sondern auch sexuell. Es macht mich wütend, dass man sie aus dem Leben von Freddie Mercury ausradiert hat“, sagte sie der britischen Tageszeitung „Daily Mail“.

Jones begleitete Mercury in den 80er Jahren als Journalistin zu vielen Konzerten. Sie war Backstage beim legendären Live-Aid-Konzert und traf Mercury in Bars und Restaurants – auch zu seiner Zeit in München. Mit „Freddie Mercury: Die Biografie“ lieferte die Autorin 1997 einen umfangreichen Einblick in Mercurys Leben, detailreich und fundiert zusammengetragen. 

Barbara Valentin wirkte in Softpornos mit

Die gebürtige Österreicherin Valentin wirkte in den 50er Jahren in Softpornos (u.a. „Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh’“) mit und war für ihre große Oberweite bekannt. Durch die Zusammenarbeit mit Regisseur Rainer Werner Fassbinder gelang ihr in den 70er Jahren der Wechsel ins Charakterfach.

Mit Valentin zusammen bewohnte

Mercury von 1979 bis 1985 eine Wohnung im Münchner Glockenbachviertel. Über die Beziehung der beiden gibt es unterschiedliche Aussagen. Während Autorin Jones der Meinung ist, die beiden hätten auch ein sexuelles Verhältnis gehabt – Mercury sei demnach bisexuell gewesen – behauptete Peter Ambacher, einer von Mercurys Freunden in jenen Tagen, im Interview mit dem „Focus“: „Freddie war keine Hete, er war schwul. Die Valentin war seine Busenfreundin, seine Begleitung. Mehr nicht.“

Freddie Mercury: „Danke dir für große Titten“

Ob platonische Liebe oder Paar: Fest steht, dass Valentin eine wichtige Frau in Mercurys Leben war. In seinem Album „Mr. Bad Guy“ verewigte er sie mit einer Widmung: „Thank you for big tits and misconduct“ („Danke dir für große Titten und schlechtes Benehmen“), ist dort zu lesen. Nachdem Mercury 1991 mit nur 45 Jahren an der Immunschwächekrankheit Aids starb, engagierte sich Valentin für die Aids-Hilfe. Doch all das bekommen die Zuschauer von „Bohemian Rhapsody“ nicht zu sehen.

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