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Kultur - 04.11.2018

Adam sucht Eva – wie die „extrem gemachte“ Gina-Lisa ihren Nackt-Segler verschreckte

Bei „Adam sucht Eva“ läuft es irgendwie nicht wie geplant. Einer kotzt, eine will abwaschen und die Dritte ist auf der Suche nach einer neuen besten Freundin.

Ein Traum für jeden „Adam“: ein Nackt-Date mit Gina-Lisa Lohfink.

Früher war irgendwie mehr Lametta. Da gab es die

Südsee, Traumstrände und den Pumuschelmann. Heute gibt es bei „Adam sucht Eva“ einen Matrosen, einen aufblasbaren Schwan und eine Jacht, die festgeleint irgendwo vor Rhodos schaukelt.

Womit der erste Adam direkt ein Problem hat. Emanuel, der sich vor allem damit rühmte „nicht schlecht bestückt“ zu sein, hatte nur einen kleinen Gastauftritt an Bord. Denn er wurde seekrank, sagte er jedenfalls. Vielleicht hatte er aber auch Angst, dass außer

Gina-Lisa Lohfink keine weitere „Eva“ auf ihn warten würde. Und da der Stuttgarter nicht auf „extrem gemachte Frauen“ steht, sah er eventuell seine Felle davon schwimmen. Er machte sich jedenfalls mit dem Beiboot auf zum Arzt und ward nicht mehr wiedergesehen. Was aus ihm wurde, ob er jemals wiederkommt? Unklar.

Megastar oder eine von vielen?

Die anderen aufmerksamkeitssuchenden Menschen suchten jedenfalls nicht weiter nach dem „Adam“. Stattdessen lauschten alle gebannt den Erzählungen der Promi-„Eva“ Gina-Lisa über ihren Alltag. Sie geht, erzählte das selbst ernannte „Allroundtalent“, nicht allein einkaufen, sie wird einfach zu viel erkannt. Und ja, ihr Aussehen sei extrem, aber Deutschland auch einfach sehr prüde. In ihrer Heimat ist sie bekannt, „in anderen Ländern ein Megastar“. Oder, na ja, vielleicht auch nicht, denn gleich im nächsten Satz ergänzte sie, dass ihr extremes Aussehen in anderen Ländern ja auch irgendwie normal sei und sie nur eine unter vielen. Tja was denn nun?

Mit den Stars auf Du und Du, das ist Gina-Lisa laut eigenem Empfinden auf jeden Fall. Denn letztens, auf

Ibiza, da erklärte sie dem DJ David Guetta, dass sie nur dann hinterm Plattenteller stehen will, wenn sie genauso viel Geld dafür bekommt wie er. Gleichberechtigung und so. Den Eintritt für solch eine Show würde Kandidatin Marina sicherlich zahlen, denn sie entpuppte sich als echter Gina-Lisa Fan. Die Redaktion von „Adam sucht Eva“ hatte sich überlegt, dass Marina das Date von Martin und Gina-Lisa unterbrechen sollte.

Hinterm Felsbrocken wartet die Romantik bei „Adam sucht Eva“

Denn den beiden KandidatInnen wurde ein romantisches Candle-Light-Dinner am Strand in Aussicht gestellt, um sich in der Zweisamkeit vielleicht näherzukommen. Allerdings schaffte es auch die beste Kameraführung nicht, darüber hinwegzutäuschen, dass da einfach hinterm Felsbrocken links zwei Stühle und ein Tisch aufgestellt wurden, an dem nun Hummer versalzen wurde. Das jedenfalls mahnte Marina, die Gina-Lisa „damals“ im Fernsehen bewundert hatte, an. Aber was macht schon versalzener Hummer, wenn er mit der neuen besten Freundin geteilt wird, so schien die kaufmännische Angestellte zu denken und himmelte Lohfink unverhohlen an. Denn, oho, auch sie hatte schon mal ein erotisches Fotoshooting für „einen Kalender für Schweißtechnik“. Im Prinzip sind die zwei Blondinen also Kolleginnen.

Langeweile bei „Adam sucht Eva“

Unklar ist, ob Kandidat Martin die Spielregeln bei „Adam sucht Eva“ wirklich verstanden hat. Er schlug seiner potenziellen „Eva“ Gina-Lisa nämlich vor, man könne sich ja, wenn sie das Schiff verlassen haben, mal treffen, zum „Essen gehen“ oder so. Klar, das Hummeressen am Steinstrand war nicht ganz so ideal, aber im Prinzip geht’s in der Sendung doch schon darum bewacht von TV-Kameras zueinanderzufinden. So ganz ohne mediale Aufmerksamkeit, da bleibt ja die Frage, wofür die Beiden sich denn dann eigentlich ausgezogen haben.

„Ich hab das Gefühl, dass er es ernst meint“, sinnierte Gina-Lisa dann sogleich. Und auch wenn man der Blondine wünscht, dass sich ihr Wunsch nach einer Familie erfüllt, für die Show wäre es eindeutig interessanter, würde der Student es nicht ernst meinen.

So wie die Jacht da angeleint im Mittelmeer schaukelte, so plätscherte auch die erste Folge „Adam sucht Eva“ vor sich hin. Nur Brüste und Schwänze anschauen, das hat man als ZuschauerIn ja doch schnell über. Da ist es sogar spannend zu erfahren, dass Gina-Lisa, die sich zwei Kinder wünscht vor ihrer Beauty-OP informiert hat, ob sie später stillen kann. „Nur weil ich da meinen Schönheitstick habe, da kann das Kind ja nichts für“, sinnierte die Operierte. Dass dieser „Schönheitstick“ dafür sorgte, dass sie fast gestorben wäre, erzählte Lohfink dann wieder mit einem Lächeln. Wenn diese Momente die Höhepunkte einer Trash- Sendung sind, dann stimmt doch irgendwas mit dem Konzept nicht.

Um noch mal auf das Südseeidyll der letzten „Adam sucht Eva“-Staffel zurückzukommen: Da gab es Lagerfeuerromantik. In diesem Jahr wünscht man den KandidatInnen auch ein Lagerfeuer. Denn es scheint doch recht frisch und windig auf der Jacht und überhaupt in Griechenland zu sein. Ständig hat irgendwer eine Decke oder ein Handtuch in der Hand. Die Schilder an der Bar mahnen aber „Get naked“, so dass am Ende doch alle wieder frieren müssen. Romantik gibt’s auch nicht so richtig, Kandidatin Mahta fragte gar: „Ist es ok, wenn ich schon mal reingehe, dann spüle ich schon mal.“

Wenn dann das Geschirr ganz blank geputzt ist, dann kann es ja in den nächsten Tagen vielleicht auch mal wieder losgehen mit der nackten Partnersuche.

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