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Wissen und Technik - 2 Wochen ago

Älteste Spinne der Welt mit 43 Jahren gestorben

Wissenschaftler berichten von der ältesten Spinne der Welt – und dass sie jetzt gestorben ist. Die Todesursache entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Gaius villosus. Die zu den Vogelspinnenartigen gehörende Spezies lebt in Australien – und manche Individuen offenbar ziemlich…

Unter Ökologen ist es recht verbreitet, neu entdeckte Arten zu vermelden und dann gleich dazu festzustellen, dass sie vom Aussterben bedroht sind. Die Arachnologie ist ein Teilgebiet dieser Fachrichtung, und Arachnologen gelten gemeinhin als etwas speziell.

In einer aktuellen wissenschaftlichen Veröffentlichung variieren ein paar dieser Experten für Spinnentiere dieses Leben-Tod-Thema auf eine Weise, die noch einmal einen drauf setzt.

Berichtet wird von einem zur Unterordnung der Vogelspinnenartigen gehörenden Individuum der Art Gaius villosus. Mit 43 Lebensjahren sei es die älteste je dokumentierte Spinne überhaupt. Und tot sei sie jetzt auch. Arachnologen mögen es eben ironisch.

Todesursache Wespenstich

Dazu passt auch, dass das Tier nach Forscherangaben von einem Insekt getötet wurde – einem Mitglied der Tierklasse also, auf die die meisten Spinnenarten Jagd machen. Ein Wespenstich beendete das lange Arachno-Leben.

Seit 1974 wurde „Nummer 16“, wie sie seither hieß, in der freien Wildbahn immer wieder kontrolliert, wobei die Ortstreue dieser Art wahrscheinlich sehr hilfreich war. Im Oktober 2017 konnten die Ökologen bei einer ihrer regelmäßigen Kontrollen nur noch den Tod des Tieres feststellen.

Begonnen wurde das Projekt seinerzeit von der australischen Biologin Barbara York Main. Sie ist auch Co-Autorin des aktuellen Forschungsartikels über Alter und Verscheiden des Methusalem-Gliedertieres. Geboren 1929, ist sie auch eine der ältesten lebenden und aktiven Arachnologinnen der Welt.

Die bisherige Rekordhalterin im Spinnenjahre Sammeln war eine Tarantel aus Mexiko. Nummer 16 habe 15 Jahre länger gelebt als jene, berichtet das Team um York Main und Leanda Denise Mason von der Curtin-Universität in der Fachzeitschrift „Pacific Conservation Biology“.

Ursache der Langlebigkeit könnte, so die Forscher, das extrem energiesparende Verhalten der Art sein. Nummer 16 habe sehr viel zum Verständnis dieser Art und ihrer Ökologie beigetragen.

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