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Sport - 23.05.2019

Mammut-WM in Katar gescheitert: Keine 48 Teams

FIFA-Präsident Gianni Infantino mag große Projekte. Eines davon – die Fußball-WM mit 48 Teams schon 2022 in Katar – lässt sich nicht umsetzen. Bei zwei weiteren Vorhaben ist der genaue Ausgang noch unklar.

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Zürich (dpa) – Keine XXL-WM in Katar: Mit der Entscheidung der FIFA, das weltgrößte Fußballturnier im Winter 2022 nicht von 32 auf 48 Teams aufzustocken, ist eines von Gianni Infantinos Lieblingsprojekten gescheitert. Der Präsident hat bei seiner Expansionspolitik weitere Baustellen:

CLUB-WM: Ab Sommer 2021 sollen bei der Weltmeisterschaft der besten Vereine 24 statt 7 Teams alle vier Jahre einen Champion ausspielen. Das neue Format, für das die jährliche Club-WM wegfällt, ist zwar beschlossen. Doch die europäischen Vereine leisten Widerstand. «Wir sind derzeit nicht bereit, an diesem Wettbewerb teilzunehmen», sagte der Vorsitzende der European Club Association (ECA), Andrea Agnelli, Ende März in Amsterdam. Die Vereine verweisen auf den gültigen Terminkalender, der bis 2024 festgeschrieben ist. Danach solle das Thema neu bewertet werden, so die ECA.

Noch hat Infantino Zeit, die kritischen Clubs und die Europäische Fußball-Union zu überzeugen. Im März gab sich der FIFA-Boss bei der Sitzung des Weltverband-Councils in Miami optimistisch: «Ich bin sicher, dass in den kommenden Wochen auch die Diskussionen mit der UEFA Früchte tragen werden.»

Das aktuelle Vorhaben der ECA, die Champions League von 2024 an zu reformieren, wertet Infantinos Projekt allerdings zusätzlich ab. Die Königsklassen-Pläne sehen ein dreistufiges Ligensystem mit Auf- und Abstieg zwischen den Ligen vor. Der Sieger – eine Art Club-Europameister – wird diesem Modell zufolge unter den 32 Mannschaften gekürt, die in der Liga A spielen.

GLOBAL NATIONS LEAGUE: Auch bei dieser von Infantino unterstützten weltweiten Liga für Nationalteams kommt der größte Gegenwind aus Europa. Die Europäer sehen ihre kontinentale Nations League gefährdet. Die Global Nations League war essenzieller Bestandteil eines von Infantino propagierten 25 Milliarden-Dollar-Investments durch namentlich nicht genannte Geldgeber. Aus Sicht einer vom Weltverband eingesetzten Arbeitsgruppe gibt es hier aber «noch mehr Arbeit» zu tun, bevor überhaupt «konkrete Vorschläge» gemacht werden könnten.

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