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Sport - 17.06.2019

FC Bayern erleichtert nach Final-Startsieg gegen ALBA

Der Anfang ist gemacht. Titelverteidiger FC Bayern legt im Kampf um die deutsche Basketball-Meisterschaft gegen ALBA Berlin vor. Die Münchner wollen nun unbekümmerter agieren. Die Berliner hadern mit den Schiedsrichtern.

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München (dpa) – Nach dem Auftaktsieg im Playoff-Finale gegen ALBA Berlin kann die Anspannung von den Basketballern des FC Bayern nun etwas abfallen.

«Jetzt ist erstmal der Druck weg», konstatierte Münchens Geschäftsführer Marko Pesic nach dem zähen 74:70 (36:37) im ersten von fünf möglichen Duellen zwischen dem Titelverteidiger und seinem Herausforderer. «Es gibt nichts Schwierigeres als eine Serie zuzumachen und eine Serie zu öffnen», sagte Pesic.

Die Münchner legten vor 6500 Zuschauern erstmal einen Fehlstart hin. Mit 0:11 gerieten sie gegen die Berliner in Rückstand. «Wir müssen viel besser spielen, wir waren total verkrampft», beschrieb Pesic den Start der Partie. «Wir waren ein bisschen zu aufgeregt und übermotiviert», meinte Bayern-Kapitän Danilo Barthel. «Berlin hat am Anfang viele Turnover forciert.»

Insgesamt 20 waren es bei den Münchnern. Genauso viele wiesen die Berliner am Ende auf. «Ab dem Zeitpunkt, wo wir uns ein bisschen beruhigt hatten und auf unsere Stärken geschaut haben, uns in der Defensive richtig aufstellen konnten, sah das auch besser aus», befand Barthel nach der 22. ungeschlagenen Heimpartie am Stück in dieser Bundesliga-Saison.

In der Neuauflage des Vorjahresfinales lag ALBA zwar die meiste Zeit in Führung – in einer packenden Schlussphase bewiesen die Münchner aber Nervenstärke. Mit einem 11:2-Lauf drehte der FC Bayern noch das Duell. Barthel lobte, dass seine Mannschaft trotz Punkteserien der Berliner «kühlen Kopf» bewahrt und «immer wieder Antworten gefunden» habe.

ALBA blieb diese auf umstrittene Schiedsrichterentscheidungen schuldig. «Es ist immer schlecht, wenn nicht die Spieler ein Spiel entscheiden», kritisierte Berlins Manager Marco Baldi die Leistungen der Referees in den letzten Minuten. Erst gab es ein nicht geahndetes potenzielles Foul an ALBA-Center Landry Nnoko und schließlich ein strittiges gepfiffenes Offensivfoul gegen Spielmacher Peyton Siva am Münchner Vladimir Lucic, der die Bayern mit einem Dreier auf 66:68 herangebracht hatte. «Und das hat jeder gesehen», klagte Baldi über den Pfiff.

Der aufgewühlte Pesic hingegen bekam die Schlussphase gar nicht richtig mit. «Ich muss mir das Spiel noch mal anschauen», sagte er über die entscheidenden Minuten. «Es ist an mir vorübergegangen, weil es so emotional war.» Eine Leistungssteigerung des FC Bayern erwartet der Geschäftsführer und frühere ALBA-Profi nun. «Ich bin der Meinung, wir müssen einmal in Berlin gewinnen, um Meister zu werden. Und wenn wir das wollen, müssen wir viel unbekümmerter spielen, wir waren viel zu passiv, viel zu ängstlich.»

Natürlich schauen auch die Berliner voraus. «In den Playoffs darf man nicht in der Vergangenheit leben», meinte Baldi vor dem zweiten Kräftemessen am Mittwoch (20.30 Uhr). ALBA steht allerdings schon unter Druck. «Wir müssen unser Niveau konstant hochhalten», forderte deshalb Trainer Aito Garcia Reneses, «wenn wir diese Serie gewinnen wollen.»

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