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Politik - 2 Wochen ago

„Der Beste für das Land“: Schäuble spricht sich für Merz aus

Bundestagspräsident Schäuble wirbt für eine Mehrheit für Merz.


Seine Sympathie für Friedrich Merz ist kein Geheimnis. Wenige Tage vor der Wahl eines neuen CDU-Chefs positioniert sich Schäuble nun auch öffentlich. Beiden gemein ist ihr angespanntes Verhältnis zur scheidenden Vorsitzenden Merkel.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich nun auch offen zu seiner Präferenz für den früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz als künftigen CDU-Chef bekannt. "Es wäre das Beste für das Land, wenn Friedrich Merz eine Mehrheit auf dem Parteitag erhielte", sagte Schäuble der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Bereits seit einiger Zeit gibt es Berichte, wonach Schäuble Merz in seiner Kandidatur unterstützt.

Eine Wahl von Merz zum CDU-Chef würde es "erleichtern, wieder zu einer Integration der politischen Kräfte zur Mitte hin zu kommen", sagte Schäuble nun der "FAZ". Die politischen Ränder würden dann "wieder schwächer". Auch EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger stellte sich hinter Merz. "Ich werde auf dem Parteitag Friedrich Merz wählen", sagte der 65-jährige frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

Schäuble und Merz eint ihr angespanntes Verhältnis zu Bundeskanzlerin Angela Merkel, die auf dem CDU-Parteitag Ende der Woche in Hamburg nicht erneut für den Vorsitz kandidiert. Merz hatte in einer WDR-Dokumentation bestätigt, dass er mit Schäuble in den vergangenen Jahren auch wiederholt darüber beraten habe, ob Schäuble Merkel als Kanzler ablösen könne. Dazu sei es dann aber nicht gekommen.

Am Vortag hatte sich dagegen Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther für Annegret Kramp-Karrenbauer als künftige CDU-Vorsitzende ausgesprochen. Er werde die jetzige Generalsekretärin wählen und für sie werben, hatte er in Kiel gesagt. "Sie hat ihren Job als Generalsekretärin ausgesprochen gut gemacht." Kramp-Karrenbauer habe auch in den Regionalkonferenzen klargemacht, wie sie sich eine CDU der Mitte vorstellt. Die CDU dürfe sich nicht auf einen kleinen Markenkern beschränken, sondern müsse eine breit aufgestellte Volkspartei bleiben. "Dafür bietet Annegret Kramp-Karrenbauer aus meiner Sicht die beste Gewähr."

Die Entscheidung über die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel an der CDU-Spitze fällt auf dem Bundesparteitag am Freitag in Hamburg. Kramp-Karrenbauer und Merz werden die besten Chancen eingeräumt. Gesundheitsminister Jens Spahn gilt als Außenseiter.

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