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Kultur - 24.10.2018

Breakbeats: Avatism mit neuer EP «Ate-Up»

Schluss mit lustig: Avatism veröffentlicht auf seinem neuesten Werk vier wunderbar humorlose Breakbeat- und Techno-Tracks. Wie es sich gehört, zuerst auf Vinyl, Anfang November dann auch digital.

Kann mit diesem Motiv gar nicht schlecht sein: «Ate-Up» von Avatism. Foto: Vakant

Der aus Italien stammende Musik-Produzent Avatism veröffentlicht Ende Oktober die neue EP «Ate-Up» auf seinem Stammlabel Vakant.

Avatism, mit bürgerlichem Namen Thomas Feriero, begann seine musikalische Karriere im

Deep- und Tech-House Genre unter anderem auf den Labels Amam und Luna Records. 2012 erschien seine bereits dunkler und minimaler klingende Maxi «Constants» auf dem Berliner Label Vakant. Dort folgte 2013 das von zwei Remix-EPs flankierte Album «Adamant» mit einer ähnlich technoiden und minimalen Ausrichtung.

Mittlerweile ist Avatism musikalisch bei Breakbeats ankommen, wird aber auf Grund seiner frühen Veröffentlichungen noch immer gerne dem Deep-House zugeordnet, was ihm ganz offensichtlich ordentlich gegen den Strich geht. Daher ist seine neueste Veröffentlichung laut Presstext auch als leicht wütendes Statement gegen diese mittlerweile überholte Kategorisierung zu verstehen.

Auf seiner neuen EP macht Avatism dann zu Beginn mit dem scheppernden Titeltrack und seinen hektischen Vocal-Samples und gemeinen Störgeräuschen auch sehr deutlich, wohin die musikalische Reise geht. Der Nachfolger «Crisis Engine» besinnt sich auf gute alte Vakant-Zeiten und erinnert zeitweise an eine atemlose Version von Nico Purmans dunkel explodierendem Track «Euphrasia».

Maenad Veyl machen dann auf der B-Seite mit Breakbeats weiter und liefern einen Edit des Tracks «Alex, Why?», der vor lauter Wut und Kraft kaum laufen kann. Abschließend zeigen auch AQXMD keine falsche Bescheidenheit und produzieren bei rasenden 142 Beats per minute einen apokalyptisch klingenden Remix von «Alex, Why?» in makelloser Endzeitstimmung.

Avatism veröffentlicht auf seiner neuen EP drei durchweg düstere aber sehr unterschiedliche Breakbeat-Tracks und eine treibende Techno-Nummer in bester Vakant Tradition. Das war es dann wohl mit Deep House.

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